Esther Radmoser

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Wahrscheinlichkeit für FSME und Verkehrsunfall

Risiko FSME

Frühsommermeningoenzephalitis, kurz FSME, wird durch Zecken übertragen. Alljährlich im Frühjahr beeindrucken metergroße Zecken auf Plakatwänden und fordern uns zur Impfung auf. Ich möchte hier mal Zahlen veröffentlichen, die aus dem schulmedizinischen Buch "Infektionskrankheiten. Verstehen, erkennen, behandeln" von Suttorp, Mielke und Kiehl aus dem Jahr 2003 stammen und daraus errechnen, wie gefährlich die FSME nun ist.

In Risikogebieten, dazu zählt Süddeutschland ganz gewiss, ist jede 100. bis 1000. Zecke FSME-Überträgerin. Nur 10-30% der Infizierten entwickelt überhaupt Krankheitssymptome, davon kommen wiederum nur 30% ins enzephalitische Stadium, wovon 1-5% tödlich enden, weitere 15-20 Prozent haben bleibende Schäden.

Wir rechnen also und stellen fest: Nach stattgefundenem Zeckenbiss ist das Risiko, an FSME zu sterben, im ungünstigsten Fall 1:20.000, im günstigsten 1:3 Mio. Das Risiko bleibender Schäden liegt zwischen 1:5.000 und 1:200.000.

Zum Vergleich: Verkehrsunfall

In Deutschland starben im Jahr 2012 im Straßenverkehr 3807 Menschen; bei 82,029 Mio. Einwohnern liegt somit die Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines Jahres einem tödlichen Verkehrsunfall zum Opfer zu fallen, knapp unter 1:20.000. Anders formuliert, in einer Stadt mit 100.000 Einwohnern sterben innerhalb eines Jahres 5 Menschen im Verkehr. Oder im Vergleich zum Tod durch FSME nach Zeckenbiss: Da stirbt - je nach Zahlenmaterial - auch jeder 20.000 oder aber nur einer von 3 Millionen.

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